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Malteser Brakel

279 Mal mussten die Malteser helfen

Sanitätseinsatz für deutsche Ferienlager auf der Insel Ameland

31.07.2016
Das Gruppenfoto von links Philip Dörsing (Dortmund), Paetrick Vogt, Bianca Franzmann (Brakel), Jenny Schupp, Christian Dirkes (Münster), Marcel Schlüter (Emsdetten), Ingo Wiesmann (Brakel)
Bianca Franzmann (r.) aus Brakel bespricht in der Sprechstunde die Ergebnisse einer früheren Untersuchung mit Dr. Hendrik Maters. Mit dem Mediziner arbeiten die Malteser schon viele Jahre gut zusammen.
V.l. Marcel Schlüter (Emsdetten), Bianca Franzmann und Ingo Wiesemann (Brakel) werfen einen Blick auf den Lageplan der Insel. Darauf sind die Unterkünfte aller Ferienlager verzeichnet, die durch die Malteser betreut werden.

Beim Spielen am Strand hat Lukas ein Stück Holz übersehen und ist mit den Zehen dagegen gestoßen. „Das wird ein paar Tage weh tun“, erklärt ihm Dr. Hendrik Maters, der an diesem Freitagnachmittag seine Sprechstunde in der Sanitätsstation der Malteser auf Ameland abhält und dem Jungen einen Stützverband anlegt. Für mehr als 2.500 Kinder waren die Malteser in den letzten 14 Tagen Anlaufstelle bei kleineren und größeren Blessuren.
Eine der sieben ehrenamtlichen Malteser, die vierzehn Tage lang Sanitätsdienst für deutsche Ferienlager auf der niederländischen Nordseeinsel Ameland leisteten, ist die Brakelerin Bianca Franzmann. Bereits zum neuten Mal als Einsatzleiterin nahm Sie an diesem Einsatz teil, der zwar viel Arbeit bedeutet, aber auch genügend Freiräume zum Erkunden der Insel bietet. Wenn die Helfer im Dienst sind – eine Schicht dauert immer 24 Stunden – leisten sie in ihrer Sanitätsstation Erste Hilfe, betreuen Sportturniere der einzelnen Ferienlager und deutschsprachige Gottesdienste, die von einem Pastoralteam im Auftrag des Katholischen Ferienwerkes Ameland angeboten werden.
Wenn Rik Maters während seiner Sprechstunde bei den Maltesern Medikamente verschreibt, dann holen die Malteser diese im Anschluss in seiner Praxis ab und liefern sie in die Lager, die sich über die ganze Insel – von Buren bis Hollum – verteilen. Ein Service, für den die Ferienlager nur einen geringen Obolus bezahlen, sich dafür aber auch die Abrechnung mit den Versicherungen ersparen.
In den vergangenen vierzehn Tagen haben Bianca Franzmann und Ihr Team insgesamt 279 mal Hilfe geleistet. Manchmal nur seelisch, wenn ein Kind sich nach Hause sehnt. Am häufigsten aber waren es Zeckenbisse und Mückenstiche. Oder eben Verletzungen an den Füßen, wie die von Lukas. Auch einen nächtlichen Einsatz hat es gegeben, als ein Kind aus einem Etagenbett gefallen ist. Während im Kreis Höxter im Hinblick auf das Wetter zeitweise sprichwörtlich die Welt unterging, wurden die Ferienlager auf Ameland dafür umso mehr mit Sonne verwöhnt. Überrascht hat die Malteser daher, dass dennoch nur wenige Kinder mit Sonnenbrand, Sonnenstichen oder Kreislaufproblemen in ihre Sanitätsstation kamen. „Da haben die Lagerleiter gut aufgepasst“, freut sich Paetrick Vogt.

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